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Schlichte Eleganz

 

Schlichte Eleganz, vom Reiz der einfarbigen Krawatte

 

„Je verfeinerter der Geschmack eines Mannes in Kleidungsfragen wird, desto mehr einfarbige Krawatten wird er besitzen.“ (Allan Flusser: Dressing the Man)

Es gab Zeiten, da war Kleidung in erster Linie bunt und auffällig. Nachdem das 20. Jahrhundert zunächst die große Depression und dann auch noch den Zweiten Weltkrieg mit sich gebracht hatte, suchte die Herrenmode nach neuen Wegen aus dem Konservativismus.

Der Bold Look der späten 40’er und frühen 50’er Jahre kam vor allem jenseits des Atlantiks in Form von schreienden Farben, breiten Krawatten mit auffälligen Dekoren und einer Wiederkehr des Herrenschmucks.

 

Jacketts wurden oft gemustert, und die gesamte Farbpalette verschob sich in Richtung leuchtenderer Töne. Der neue Look zeigte eindeutig Selbstbewusstsein und Lebensfreude, war aber auch vom eleganten Understatement vergangener Tage weit entfernt.

Galt es doch als Kennzeichen des echten Gentleman, dass er auf allen überfüssigen Zierat verzichtet.

Sieht man sich hingegen heute in den Formalwear-Kollektionen der großen Modelabels um, so überrascht auf den ersten Blick die Schlichtheit der Dekore.

Da dominieren nicht nur wieder Anzugfarben wie Anthrazit oder dunkles Marineblau, sondern die edlen Kreationen kommen auch ohne auffällige Besätze oder Farbtupfer aus.

 

Krawatte und schlichte Eleganz

 

Manche Designer haben sogar begonnen, Anzüge mit verdeckter Knopfleiste auf den Markt zu bringen, ganz in der Tradition der frühen amerikanischen Quäker, für die Knöpfe überflüssige Verzierungen darstellten.

Dafür sind edle Materialien wieder im Kommen.

Auch bei den Hemden überwiegen wieder die leichten Farben, manchmal dezent gemustert, aber nicht mehr so bunt wie noch vor ein paar Jahren.

Der Klassiker ist zurück, weiße Hemden mit Haifischkragen geben den Ton an. Es versteht sich von selbst, dass die klassischen Business-Streifen in diesem Zusammenhang nicht das Krawattenmuster der Wahl sind.

Und doch: ein solches Ensemble schreit geradezu nach etwas Farbe. Und wie ließe sich die besser zum Ausdruck bringen als mit der passenden Krawatte?

 

Da darf der Binder gerne schon einmal leuchtend türkis oder rot sein. Oder auch in warmem Pink gehalten, immerhin hat das angesehene Pantone Colour Institute gerade den Pinkton Honeysuckle zur Farbe des Jahres 2011 erklärt.

Hauptsache, die Krawatte ist einfarbig.

Dafür wartet sie mit seidigem Schimmer und hohem Lüster auf. Eine solche einfarbige Seidenkrawatte ist ein guter Verbündeter, wenn es darum geht, geschmackvolle Outfits zu kombinieren.

Denn hier kann man die Fallstricke der komplizierten Mustermixe umgehen und gezielt mit Farben arbeiten. Ob mit hohem Kontrast in kräftigem Rotton Autorität ausgestrahlt werden soll, oder ob lieber ein dezentes Hellblau am Kragen für weiche Eleganz sorgt, eine einfarbige Krawatte wirkt immer ausgesprochen edel.

herrenkrawatte navyblau

Eine einfarbige Krawatte in Dunkelblau gilt nicht umsonst als der König des Understatements für konservative Businessoutfits.

Wer das noch nicht besonders interessant findet, der mischt Muster in die einfarbige Halsbinde. In sich gestreift, strukturiert, getupft, der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Denn eine einfarbige Krawatte wird selbst mit dem stärksten Muster nie zu laut wirken.

Zudem können Sie das gute Stück wunderbar mit einem gemusterten Einstecktuch kombinieren.

Vermeiden Sie nur eines: Tragen Sie niemals eine einfarbige Krawatte über einem exakt gleichfarbigen Hemd. Das macht Ihre Gesichtszüge zu weich.

Weitere Informationen zur Aktualität der angezeigten Preise findest du hier. Letztes update war am 20.07.2019 um 12:25 Uhr / Affiliate Links / Bildquelle: Amazon Partnerprogramm

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